Mount Meru, Kilimanjaro und Ngorongoro Nationalpark

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Tipps

Es gibt unzählige Agenturen, die Trekkings auf den Kilimanjaro organisieren. Europäische Agenturen haben in der Regel Partner vor Ort, die alles abwickeln. Man kann auch direkt mit diesen Kontakt aufnehmen. Die Qualität der Angebote unterscheidet sich bei den Trekkings vor allem bei der Ausrüstung (z.B. den Zelten) und der Verpflegung. Ausgewogenes nährstoffreiches Essen, das nicht nur aus der Konserve kommt, lernt man bei der Belastung in größeren Höhen schätzen. Das sollte vorher abgeklärt werden. Wir haben z.B. ein eigenes Esszelt gehabt, das wir, angesichts der vielen anderen Gruppen, die bei kaltem Wind im Freien gegessen haben, schätzen lernten. Diese Details sind ab einer gewissen Belastungsgrenze von Bedeutung.
Neben den Guides und dem Koch spielen die Porter/Träger eine wichtige Rolle. Sie schleppen den ganzen "Staff" bis zum letzten Camp und wieder herunter. Ihre Arbeit ermöglicht erst die touristische Besteigung des Kilimanjaro. Viele junge Männer aus der Region verdingen sich als Tagelöhner, der Bergtourismus ist somit ein wesentlicher Jobbeschaffer. Wir haben aber rasch mitbekommen, dass hier auch knallhartes Business läuft, wo Agenturmanager zu den Neureichen Tansanias aufsteigen und die Arbeiter (Träger) ausgebeutet werden. Die Agenturen vereinbaren im Vorhinein mit ihren Trägern den Lohn. Der Job bringt sie oft an die Grenzen ihrer Belastbarkeit und am Ende werden sie dafür auf betrügerische Weise oft schlecht oder gar nicht bezahlt. Wir konnten das miterleben und haben uns geschämt, dieses System zu finanzieren. Als Tourist macht man sich auf diese Art ungewollt mitschuldig. Man kann sich aber dagegen wehren. Mit der Agentur wird ein Vertrag geschlossen und man braucht nur die korrekte Bezahlung der Porter, des Kochs und der Guides (um diese muss man sich am wenigsten Sorgen machen) als kontrollierbare Vertragsbedingung festlegen. Die Ausbezahlung erfolgt am Gate am Ende der Tour. Bei unserer Tour (2005) war den Trägern ein Lohn von 6 Dollar pro Tag versprochen worden. Das gilt als Orientierung und kann vertraglich festgelegt werden.

Völlig unabhängig davon, ist es üblich, dass ein Trinkgeld ausbezahlt wird. Der Umgang damit löst bei den Bergsteigern viel Unsicherheit aus. Manchmal wird das Trinkgeld schon vorher ausverhandelt. Neben der Höhe der Zuwendung erlebten wir auch Verlegenheit in der Art und Weise, wie ausbezahlt wird. Manche geben alles dem Guide und überlassen ihm die Aufteilung, weil es am Einfachsten scheint. Idealerweise überlegt man sich vorher (vor dem Aufstieg), wie viel man dem Guide, dem Assistent-Guide, dem Koch, den Zeltbetreuern und den restlichen Trägern geben will und richtet sich alle Einzelbeträge her. Es ist ein Akt des Respekts vor der Leistung jedes einzelnen, am Ende das Trinkgeld auch jedem persönlich zu überreichen.
Die Höhe des Trinkgeldes ist nicht vorgegeben, man bedenke aber, dass es von den Trägern als wesentlicher Teil des Einkommens mitkalkuliert ist. 20 bis 30 Dollar am Kilimanjaro (6 Tage) und 15 bis 20 Dollar pro Träger am Mt. Meru (4 Tage) gelten als Orientierung. Die anderen bekommen je nach Hierarchieebene mehr.
Für unsere Gruppe mit 5 Personen waren für den Kilimanjaro 15 Porter exklusive Koch, ein Guide und ein Assistent-Guide notwendig. Die Guides tragen nur ihr eigenes Gepäck, die Porter je 20 Kg. Selber trägt man nur seinen Rücksack mit einer Tagesausrüstung, den Rest übernehmen die Träger..

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