Mount Meru, Kilimanjaro und Ngorongoro Nationalpark

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Mount Meru - Etappe 3: Saddle Hut - Socialist Peak - Miriakamba Hut

Um 2:00 Uhr morgens brechen wir auf und erreichen etwa eine knappe Stunde später den Rhino Point auf 3.800 m.

Ob die dort herumliegenden Knochen tatsächlich von einem Nashorn stammen, würde ich eher bezweifeln. Vermutlich stammen sie von Büffeln, die durchaus in diese Höhe vordringen, erkennbar an zahlreichen "Fladen" (Buffalo-Dung).

Wir sind froh, als der Tag anbricht. Der Aufstieg ist beschwerlicher als vermutet. Der Steig besteht aus losem Geröll, vor allem in den steilen Passagen. Wir haben hin und wieder das Gefühl nur langsam voranzukommen. Zwei Schritte vor, einer zurück. Gut dass wir in der Nacht nicht alles genau sehen können. So trotten wir einfach dahin und konzentrieren uns auf uns selbst.
Der Sonnenaufgang ist ein berührender Moment. Das Wolkenmeer unter uns, der Kilimanjaro, die Farben. Wir müssen eine Weile stehen bleiben und den Moment inhalieren.
Das Licht gibt das Gefühl, die Kälte zu verdrängen. Das geschieht wohl eher im Kopf. Es ist ziemlich frisch.
Die Röte des Morgenlichts alleine wärmt aber schon.
Wir sind in großer Höhe, etwas über 4.000 m und merken die Anstrengung.
Wenige Minuten später ist der Blick nach Westen frei, wohin der Mt. Meru seinen morgendlichen Schatten zu werfen pflegt.
Der Gipfel des Mt. Meru nennt sich Socialist Peak und liegt auf 4.562 m, wenn man den örtlichen Höhenangaben Glauben schenkt. Meist, wenn wir zu Punkten mit Höhenangaben kommen, weichen die Werte unserer Höhenmesser deutlich ab. Mal in die eine, mal in die andere Richtung.
Der Blick vom Gipfel zum Kilimanjaro. Wir denken daran, ob uns in den nächsten Tagen ein umgekehrter Blick vergönnt sein wird.
Einen umgekehrten Blick haben wir aber geschafft. Hier sieht man den Little Meru, auf dem wir gestern gestanden sind.
Fast wie aus einer Science-Fiction-Geschichte wirkt der Blick in den Krater des Meru. Als hätte er noch ein Kind geboren, bevor er eingeschlafen ist.
Erst beim Abstieg über lange Geröllpfade wird uns klar, warum der nächtliche Aufstieg zeitweise so anstrengend war. Lauter loses Gestein, teilweise in steilen Anstiegen.
Vor kurzem waren wir noch dort oben.
Der Vulkanberg zeichnet eine ungewöhnliche bizarrkarge Landschaft, die eine eigene Faszination auszulösen vermag.
Erst beim Abstieg sehen wir, dass wir beim Aufstieg lange Zeit unmittelbar am Kraterrand entlangmarschiert sind.
Eine Nebelschwade schmiegt sich an den Gipfel.
Manchmal haben wir den Eindruck, eine Mondlandschaft zu durchwandern. Seit vielen tausend Jahren erloschen, immer noch ein Vulkan.
In manchen Bereichen hat sich die Asche zu fruchtbarem Boden entwickelt, denn weit hinauf ist der Meru grün. In manchen Bereichen aber wachsen kaum Büsche. Kleine Wüsten halten der grünen "Umtriebigkeit" stand.
Die haben wir doch schon öfter gesehen. Sie ziert öfter den Wegrand und verdient sich als Eyecatcher.
Die Vegetation zaubert bunte Punkte, die man nicht übersehen kann. Wir fotografieren sie, weil sie auf ihre Art beglückend sind.
Wieder zurück auf Miriakamba Hut. Wir haben 1.360 Höhenmeter Aufstieg und etwas mehr als 2.000 m Abstieg hinter uns. Auch nach dem Kilimanjaro können wir sagen, dass der Mount Meru konditionell nicht zu unterschätzen ist.
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