Mount Meru, Kilimanjaro und Ngorongoro Nationalpark

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Kilimanjaro - Etappe 5: Barafu Camp - Uhuru Peak - Mweka Camp

Um 23:30, nach wenigen Stunden Schlaf, wenn überhaupt, stehen wir schon wieder auf. Bei Tee und Keksen stimmen wir uns auf den Aufstieg ein.
Stunden geht es steil bergauf. Es kommt stürmischer Eiswind auf, der uns durch die Kleidung dringt. Wir können nur langsam, Schritt für Schritt vorwärtskommen und müssen oft stehen bleiben. Es ist ein zäher Aufstieg. Die Luft ist dünn, jeder zu schnelle Schritt wird schnell bereut. Als gegen 05:30 die Sonne aufgeht, empfinden wir das als mentale Unterstützung. Das Licht macht es subjektiv wärmer und wir spüren, dass der Stella Point nicht mehr weit, erreichbar ist.
Der Boden ist zum Teil sandig weich und der Weg steil. Jeder Schritt ist mühsam, aber wir finden den notwendigen Rhythmus. Wir erreichen die ersten Gletscher. Der Wind lässt etwas nach.
Das Rot der Morgensonne wirkt fast betörend. Der dunkle Boden leuchtet auf und bildet einen extremen Kontrast zum Weiß des Gletschereises, das sich wiederum vom Blau des Himmels abhebt. Dieses Bild entstand etwa 15 Minuten vom Stella Point.

Irgendwann stehen wir dann vor diesen Tafeln am Uhuru Peak. 5.896 Meter über dem Meer, dem höchsten Punkt Afrikas, am höchsten freistehenden Berg der Welt. Wir freuen uns und sind berührt, diesen markanten Ort betreten zu dürfen.
Dieses klapprige Gerüst gehört sicher zu den berühmtesten Motiven der Welt.

Viele andere Teams sind auch angekommen oder schon wieder gegangen. Wir müssen uns ein wenig anstellen, um dieses Gipfelfoto, das unser Guide geschossen hat, machen zu können.
Die Gipfelregion hat eine besondere Ästhetik, die aus dem vulkanisch dunklen Boden und den weißen Gletschern entsteht.
Der Mawenzi begrüßt uns an diesem strahlenden Tag.
Die Gletscher des Kilimanjaro schmelzen nicht flach aus, wie wir das von den alpinen Gletschern kennen. Sie haben seitlich lotrechte Wände, 10 bis 30 Meter hoch und die Eigenart, wie Eisberge zu "kalben".
Die Prognosen sagen voraus, dass der Kilimanjaro sich noch höchsten 30 Jahre mit seinen Gletschern zeigen kann, ehe sie gänzlich verschwunden sein werden.
Die Wolken in Hintergrund und der Kontrast der südlichen Gletscher verschmelzen zu einem fast surrealen Bild.
Blick über den flachen Krater des Kilimanjaro, einem Meer aus verkrusteter Asche und alter Lava. Dahinter schaut das östliche Eisfeld hervor.
Der Mawenzi liegt nur deutlich unter uns.
Der nordöstliche Ausläufer des Rebmann Gletschers.
Wir sind zurück, wieder am Stella Point vorbei und beginnen den Abstieg.
Der Eindruck dieser karg-schönen Landschaft prägt sich ins Gedächtnis ein. Als alpine Bergsteiger haben wir das zuvor noch nicht gesehen.
In der Euphorie des Gipfelsieges ist uns noch nicht bewusst, dass wir einen langen, sehr langen Abstieg noch vor uns haben.
Ein Blick zurück hinauf zum Stella Point und dem kleinen Ratzel Gletscher. Dann steigen wir ab bis zum Barafu-Camp um dort eine Pause einzulegen. Doch schon nach eineinhalb Stunden, treibt uns der Guide an. Wir müssen heute noch hinunter zum Mweka-Camp, noch weitere 1.450 Höhenmeter absteigen.
Wir erreichen das Mweka-Camp mit seinen 3.100 Höhenmetern am Nachmittag gegen 16:00 Uhr. Wenn man bedenkt, dass wir um Mitternacht losgegangen sind, waren wir abzüglich der Pause etwa 13 - 14 Stunden auf den Beinen. Wir belohnen uns mit einem Bier, das hier im Camp teuer ist aber umso mehr zischt.
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