Mount Meru, Kilimanjaro und Ngorongoro Nationalpark

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Kilimanjaro - Etappe 4: Barranco Camp - Barafu Camp

Jeden Morgen das selbe Wetter: strahlend blauer Himmel, die Nebel tief unten, aber niemals aufgelöst.
Wir haben gute 2-Personen-Zelte bekommen, die von den Trägern auf- und abgebaut werden. Sie sind sehr fürsorglich. Schon am zweiten Tag wissen sie, wer welches Zelt benützt und haben unser Gepäck schon richtig verteilt.
Oft mehr als eine Stunde muss ein Träger mit dem 20-Liter-Eimer gehen, um zu einer Quelle zu kommen. Wasser auf dieser Höhe ist sehr kostbar. Sorgfältig werden am Morgen unsere Trinkflaschen befüllt. Wir vertrauen dem Quellwasser nicht ganz und haben es zur Sicherheit noch mit einer Tablette (Mikropur mit dem Wirkstoff Silberionen) behandelt. Niemand von uns hatte bisher Beschwerden.
Die Morgensonne wärmt ein wenig. Unser Guide wartet schon ungeduldig darauf, bis alle endlich zum Abmarsch fertig sind.
Die erste Hürde des Tages, bezeichnender Weise "Breakfastwall" genannt.
Ein Blick zurück auf das Barranco-Valley, durch das wir am Vortag abgestiegen sind.
Aus der angenehmen Morgensonne treten wir in den kühlen Schatten der Breakfastwall.
Aber bald steht die Sonne hoch genug und motiviert uns zum Einstieg.
Einzelne Senecien markieren den Weg.
Erstaunlich wie diese Pflanzen auf die klimatischen Verhältnisse in dieser Höhe angepasst sind. In den Blättern der Lobelien sehen wir, dass das Wasser des Nebels über Nacht zu Eis gefroren ist.
Von der Breakfastwall sehen wir zurück auf das Camp. Die letzten Gruppen sind jetzt am Zeltabbau. Erst von hier aus erkennen wir, dass wir direkt über einem Wasserfall genächtigt haben.
Der klare Vormittag gibt einen herrlichen Blick auf den Mt. Meru frei, dessen Gipfelhöhe wir am Ende des Tages erreicht haben werden .
Schon bald haben auch die Träger die Breakfastwall erklommen und überholen uns bei der ersten Rast.
Von nun an geht der Weg ständig bergauf und bergab. Wir gewinnen auf der ganzen Tagesetappe nur 600 Höhenmeter, gehen aber gut doppelt so viele.
Der nächste Rastplatz gibt wieder einen Blick auf den Kibo frei. Werden wir ihn erreichen?
Die ersten Nebelschwaden ziehen durch. Wir halten die Pause kurz.
Der nächste Rastplatz ist windig. Die Träger sind so nett und stellen uns das Essenszelt auf.
Ein Wäldchen von Senecien vor dem Kibo gibt ein hübsches Motiv.
Auch die Träger spüren die Höhe. Auf diesem Rastplatz entspannen wir uns gemeinsam.
Kurz nach der Teejause, wenige Minuten nach dem dieses Foto entstand, wurde das Essenszelt von einer heftigen Windbö erfasst und einige Meter weiter geweht, wo es als Durcheinander von Plane und Stangen liegen blieb. Es ist weiter nichts passiert. Wir haben gelacht.
Mondlandschaften auf dem Vulkanberg ...
Wieder einmal steht ein Aufstieg bevor. Über diesen Grat müssen wir drüber und haben keine Ahnung, wie lange es noch weiter geht. Wir merken, dass wir etwas müde werden.
Oben am Grat angelangt sehen wir deutlich den restlichen Weg. Noch ein leichter Abstieg, eine lange Querung und ganz hinten ein neuerlicher Aufstieg. Am Sattel links von der Mitte des Bildes, soll uns Tagsziel sein.
Gegen 16:00 erreichen wir endlich das Barafu-Camp auf 4.550 Meter. Unsere genialen Porter haben das Lager bereits wieder aufgebaut, laufen uns entgegen, um uns unsere Rucksäcke abzunehmen und gratulieren uns, es auch schon geschafft zu haben.
Wir sind etwas angespannt, ob wir den bevorstehenden Aufstieg schaffen werden. An diesem Abend werden von einer anderen Gruppe Träger von uns angefordert. Am Stella Point gibt es einen Toten. Er war angeblich höhenkrank und hat den Abstieg verweigert. Nicht gerade beruhigend.
Direkt vom Barafu-Camp gibt es einen spektakulären Blick auf den 5.120 Meter hohen Mawenzi, den Nebengipfel des Kibo, der auch zum Kilimanjaro gehört.
Das Prinzip der Toiletten ist hier dasselbe, nur statt der Löcher graben, hilft man sich mit Steinschlichtungen. (Außerdem drückt man angestrengter.)
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