Mount Meru, Kilimanjaro und Ngorongoro Nationalpark

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Kilimanjaro - Etappe 3: Shira Camp - Lava Tower - Barranco Camp

Der Nebel hat sich über Nacht wieder nach unten verzogen. Ein wolkenloser Himmel verspricht einen prächtigen Tag.
Fasziniert von den Eindrücken steigen wir höher.
Der Kibo zeigt sich hin und wieder. Von hier aus sehen seine Gletscher verschwindend aus und es soll angeblich nur mehr eine Frage von zwei bis drei Jahrzehnten sein, bis sie gänzlich geschmolzen sind. Schnee liegt derzeit keiner.
Gegen Westen blicken wir über das Shira Plateau.
Wir gehen langsam und gleichmäßig. Der Sauerstoffgehalt in der Luft geht zurück.
Obwohl viele Gruppen unterwegs sind, sehen wir oft längere Zeit außer uns niemanden.
Die Vegetation reduziert sich auf wenige Büsche.
Aus Lava ist diese Formation, die "Sharks Tooths" genannt werden, gestaltet, bei der wir eine kleine Rast einlegen. Unser Assistent-Guide hält das für eine gute Idee.
Der täglich aufsteigende Nebel beginnt uns langsam einzuholen.
Auf einer Ebene, noch unterhalb des Lavatowers, hat eine große Gruppe ein Camp aufgeschlagen. Auch wir legen hier eine Rast ein.
Die Träger dürfen das Kochzelt dieser Gruppe benutzen, um das Essen zu richten. Für uns wird wieder der obligatorische Tisch aufgestellt.
Der Nebel ist nun voll da und hat Kälte mitgebracht. Es ist ungemütlich sich zu setzen, wenn da nicht der Hunger wäre.
Gestärkt von der Mahlzeit und der Pause steigen wir zum Fuß des Lavatowers auf. Es regnet ein wenig während es kurz ein wenig regnet. Als Abwechslung eine kleine climbing-Partie, seilfrei, rotpunkt, no oxygen, all together by fair means.
Die Gipfelfreude des Tages am Lavatower mit 4.630 Meter. Leider gestatten uns Nebel und Wolken keine Aussicht.
Mental etwas enttäuschend ist, dass nun ein längerer Abstieg erfolgt. Die Besteigung des Lavatowers dient im Wesentlichen als Überhöhungstour. Unser Ziel liegt 680 Meter tiefer.
Wir steigen durch das Barrancovalley ab. Durch seine eigenartigen Pflanzen eine der berühmtesten Gegenden des Kilimajaro. Hier sehen wir eine sogenannte Lobelie.
Die Vulkanlandschaft und der durchziehende Nebelfetzen erzeugen eine eigenartige Stimmung.

Öffnet der Vorhang sich, entstehen im Sonnenlicht beeindruckende Lichtsequenzen.

Alles wirkt wie eine gigantischen Kulisse.
Der Nebel gibt nach außen keinen Blick mehr frei und wir können die Entwicklung des Wetters nicht beurteilen.
Plötzlich entdecken wir unser Tagesziel unter uns. Das Barranco-Camp. Noch etwa ein halbe Stunde Abstieg.
Hier, tief im Barranco-Valley stehen riesige Senecien (Senecio Kilimanjari). Sie werden bis 5 Meter hoch und sind eine botanische Besonderheit. Mystisch stehen ihre Gestalten in der Nebellandschaft.
Hier, nicht weit vom Camp entfernt treffen wir auf die höchsten Exemplare dieser bizarren Pflanzen.
Auch das "Gestrüpp" am Boden ist eine nähere Betrachtung wert.
Wir blicken noch einmal zurück. Irgendwo dort oben im dichten Nebel steht der Lavatower, von dem wir gerade abgestiegen sind.
Endlich haben wir das Etappenziel erreicht. Barranco-Camp: 3.950 Meter.
Die Träger haben bereits unsere Unterkünfte in Position gebracht, das kitchen-tent ist wohlig warm. Der Ein-Hauben-Koch  gewährt Audienz an seinem Arbeitsplatz.
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