Arusha ist die Hauptstadt der Region Arusha. Sie hat rund 340.000 Einwohner und liegt auf 1.400 m Höhe. Nördlich der Stadt befindet sich der Arusha-Nationalpark mit dem 4.565 m hohen Vulkanberg Mt. Meru, dessen Gipfel Socialist Peak genannt wird, unserem ersten Ziel.
Arusha liegt im Gebiet der Massai, die in ihrer farbigen Kleidung das Stadtbild mitprägen. Sie bilden in ihrer archaischen Art einen extremen Kontrast zum dichten Autoverkehr und den vielen handytelefonierenden Einheimischen.
Der Tourismus bildet den wichtigsten Wirtschaftszweig. Großteils handelt es sich um Safari-Touristen, die den Ngorongoro-Nationalpark und die angrenzende Serengeti besuchen. Anzahlmäßig nur ein geringer Teil sind Bergtouristen, die es auf den Kilimanjaro abgesehen haben. Manche von ihnen besteigen, so wie wir, auch den Mt. Meru.
Neben dem Tourismus lebt Arusha vom Landbau, vorwiegend von Kaffee, Getreide und Bananen. Seit einigen Jahren werden auch Schnittblumen für den Export gezogen.
Seit 1995 tagt der Internationale Strafgerichtshof für Ruanda in der Stadt, der zur Aufarbeitung des Völkermords von 1994 dient.
Zwischen Arusha und der rund 50 Km östlich gelegenen Stadt Moshi liegt der Kilimanjaro International Airport, der als kleiner Flughafen eine enorme touristische und damit wirtschaftliche Bedeutung für die Region hat.
In Arusha gibt es Restaurants und Bars, wovon einige deutlich als "Touristenkneipen" zu identifizieren sind und andere wiederum eher den Einheimischen vorbehalten zu sein scheinen. In den Märkten kann man alles Notwendige kaufen. Wer nicht findet, was er sucht, kann auch in den Supermarkt, ganz nach europäischer Manier, gehen. Das ist der einzige Ort in der Stadt, wo man überwiegend Weiße sieht.
Im touristischen Einkaufsviertel wird man als Tourist von Straßenverkäufern zum Teil extrem belästigt (niemals bedroht!). Ansonsten wirkt die Stadt bunt und lebendig.